Aufbrauchen Deluxe: Armani-Klospray

So ist Aufbrauchen nun wirklicher Luxus….

Aufbrauchen Downgrade Deluxe

… und das Nicht-Gebrauchen war Dekadenz.

Mein sorgfältig aufgespartes Armani-Parfum ist schlecht geworden. Ein feines Näschen bemerkt die alkoholische Fehlnote sofort.

Anstatt es zu nutzen, habe ich mir das Parfum für besondere Gelegenheiten aufgespart, die nie kamen. Es wurde kaum benutzt und ist noch fast voll.

Und nun?

Zum Wegschmeißen ist es zu schade, zum Auftragen nicht mehr gut genug.
Also wird es – absolut deluxe – als Lufterfrischer im WC aufgebraucht.

Jeder, der zu Besuch kommt, schaut zwar komisch, aber wir haben’s ja;-)

Brauchst Du auch gerade aufgesparte Dinge auf?
Bist Du es Dir wert, wertvolle Dinge zu benutzen?

(Dieser Beitrag ist der praktische Beleg dafür, dass es keinen Sinn macht, sich gute Dinge aufzusparen. Hierzu habe ich einen ausführlichen Gastartikel im Blog Die Entdeckung der Schlichtheit verfasst.)

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Mina

    Ich brauche bewusst “gute” Sachen bald auf bzw. versuche ich nicht Sachen aufzusparen für Gelegenheiten die nie oder nur sehr selten kommen, weil es einfach nichts bringt. Lieber die Sachen geniessen solange sie noch einem wichtig sind – denn es können sich schliesslich Interessen oder so ändern und dadurch können solche Sachen dann auch plötzlich obsolet werden, daher sich es lieber gleich gönnen ;)

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    1. Emi Artikelautor

      Huhu Mina,

      Du machst es definitiv richtig!

      Mir passiert das bestimmt auch nie wieder. War eventuell auch Dekadenz. Ich hatte damals als Konsumopfer immer jede Menge Parfums und entsprechende Auswahl wurde zum Überdruss.

      Die Qual der Wahl brachte mich wohl dazu, das vermeintlich wertvollste (weil teuer und obendrein auch noch ein Weihnachtsgeschenk von meinem Vater) Parfum möglichst wenig zu benutzen.

      Voilá… und nun reicht es nur noch für unser wunderbares Klo!

      LG Emi

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  2. Stefanie

    Hahahaha, das ist wohl der teuerste Lufterfrischer der Nation :D !
    Vom “Dinge für gut aufheben” bin ich kuriert, seit mein Mann und ich 2003 in unserer ersten Wohnung von der kürzlich verstorbenen Oma geerbte, noch original verpackte und mit DDR-Mark (!) ausgepreiste Gardinen aufhängten. Wie lange wollte die mit 90 Jahren verstorbene Dame eigentlich noch auf “gut” warten?! Schönes Geschirr ist zum davon Essen da, schöne Bilder gehören nicht in Alben, sondern an Wände, und schöne Bettwäsche ist zum Reinkuscheln und nicht nur für den Schrank. Genießt das, was da ist!

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    1. Emi Artikelautor

      Hi Stefanie,

      als ich Deinen Kommentar gelesen habe, habe ich erst geschmunzelt: Whohho, originalverpackt und DDR-Mark! :-D

      Danach hat`s mich ganz schön nachdenklich gestimmt. Ob sie vielleicht damals schon wusste, dass die Gardinen gut in Deine Wohnung passen würden? Vielleicht hat sie sie ja auch auf Vorrat gekauft… oder sie waren besonders günstig? Oder sie gefielen ihr dann doch nicht mehr?
      Hamstern scheint uns wohl irgendwie in den Genen zu liegen.

      Egal, Du hast recht, wir sollten GENIEßEN. Ab jetzt wird gelebt wie ein König: Armani fürs Klo, seltenes Porzellan für jeden Tag und teure Klamotten sowieso!

      So banal das klingt, aber wir wissen ja gar nicht, ob wir 90Jahre Zeit haben die Gardine aufzubewahren.

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      1. Fussel

        Zu DDR-Zeiten war es so, daß man kaufen musste, wenn es was gab, weil man wenn man was brauchte, das garantiert nicht bekam. Das hat bei vielen Leuten zu sinnloser Hamsterei geführt. Ich brauche auch gerade noch Handtücher auf (ebenfalls noch nigelnagelneu), die meine Mutter zu DDR-Zeiten auf Vorrat gekauft hat, weil es grad mal welche mit erträglichem Design und guter Qualität gab.

        Aber solche Hamsterei scheint ganz allgemein auch menschliche Eigenschaft zu sein, gegen die man ankämpfen muss.
        Seit uns mal im Tiefkühlschrank die “für besondere Gelegenheiten” eingefrorenen Hirschsteaks überaltert sind, habe ich auch die Devise ausgegeben, dass sowas (Delikatessen als Urlaubsmitbringsel etc.) in angemessener Zeit verbraucht wird, auch wenn sich keine “besondere Gelegenheit” ergibt. Sonst wird es erfahrungsgemäß schlecht und das wär schade drum. Aber manchmal ist es schon schwierig, das auch immer so durchzuziehen. Ich bin deshalb zur Zeit auch immer am Planen, wie was der gebunkerten Sachen am sinnvollsten verbraucht werden kann.

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        1. Emi Artikelautor

          Huhu Fussel,

          schöne Beispiele hast Du da genannt. :-)

          Vor allem, dass das Horten von Dingen zu DDR-Zeiten quasi notwendig war, um diese im Bedarfsfall zur Verfügung zu haben, war mir gar nicht bewusst. Da schwingt beim Hamstern ja noch ein ganz anderes Gefühl mit als heut zu Tage. Zumindest war es nicht ganz sinnlos… wie Du bereits geschrieben hast, wir Menschen möchten auf den Notfall oder schlechte Zeiten vorbereitet sein.

          Leider passt genau das nicht mehr richtig in unseren Alltag. Wir horten und sammeln, der Ernstfall kommt nicht, und plötzlich wächst uns alles über den Kopf, verdirbt oder überlebt uns sogar!
          All unsere “besonderen Gelegenheiten” sollten eigentlich regelmäßig stattfinden. Ist ja auch etwas Besonderes, wenn man sich das Hirschsteak mal einfach so selbst gönnt. … weil Du/Ihr euch es wert seit. Richtig schade ist, wenn man es so wie Du einfach in der Tiefkühltruhe vergisst.

          Vielleicht kannst Du eine Art Routine entwickeln, wie Deine gebunkerten Sachen am besten “rotieren”?
          Ich habe mir beispielsweise angewöhnt vor Urlauben (dann kann man den Kühlschrank währenddessen ausschalten/abtauen) oder mindestens 1x im Jahr die Tiefkühltruhe nach und nach leer zu essen. Wir frieren allerdings kein Fleisch ein, da muss man ja noch mehr acht geben. ;-)

          LG Emi

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          1. Fussel

            Für die fertigen gekochten Mahlzeiten ist inzwischen ein separates Fach im Tiefkühler reserviert, damit man immer sieht, ob noch was da ist.
            Ausserdem haben wir nun eine Liste, wo der TK-Inhalt draufsteht. Das immer nachzuhalten klappt leider kaum, dazu sind wir wohl beide zu faul und/oder vergeßlich. :-/
            Bei den anderen Vorräten (inklusive die trockenen) schaue ich jetzt immer wieder durch, was demnächst verbraucht werden sollte und plane das dann mit ein. Naja, der Fortschritt geht schon ziemlich langsam, aber es geht voran.

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