Balkonmöbel – Upcycling Deluxe in 4 Schritten

Jetzt gibt es seit langem mal wieder ein praktisches Deluxe…

Jack stellte vor einiger Zeit fest, dass wir nach unserem Umzug wieder eine Chill-Out-Zone im Freien benötigen.

Leider sind unsere Balkonmöbel durch die Witterung der vergangen Jahre ein wenig vergammelt und verlangten regelrecht nach dem Sperrmüll oder intensiver Zuwendung.

Zum Sperrmüll: NIX DA!

Zur Zuwendung:
Die Möbel sind aus solidem Holz, also prädestiniert für ein Upcycling!

Schritt 1 Möbel-Upcycling: Design festlegen

Anstatt einfach nur aus alt neu zumachen, habe ich es ausgekostet mal wieder richtig schön in den Katalogen von Möbelhäusern zu stöbern. Wie sollten unsere neuen alten Möbel denn aussehen? Wir etwas gemütliches und modernes haben, aber bloß nicht diese Möchtegern-Rattan-Plastik-Lounge-Möbel!

Beim schwedischen Möbelhaus habe ich es dann gefunden: Holzmöbel rustikal gestrichen in einem hellen grau! Jawohl, so sollten sie werden… grau!

Schritt 2 Möbel-Upcycling: Materialien besorgen

Wie immer beim Downgraden, wollten wir natürlich keine unnötigen,neuen Anschaffungen machen und möglichst wenig Geld/Ressourcen in unser Projekt investieren.

Hierbei ist LEIHEN die absolut beste Wahl. Wir benötigten lediglich ein Schleifgerät und einen Pinsel, welche beide schnell geliehen waren.
(Hausbesitzer oder Eltern haben meist einen riesigen Gerätefundus ;-) )

Außerdem war natürlich Farbe bzw. für die Holzmöbel eine Lasur, welche auch für den Außenbereich geeignet ist, erforderlich. Bei der Auswahl der Lasur kann man sich im Angebotsdschungel leicht verirren, was sich dann nicht wirklich deluxe anfühlt. Also haben wir vorher überlegt, welche Kriterien sie erfüllen soll:
- passende Farbe
- Lasur für Holz und den Außenbereich
- möglichst Umweltverträglich
(Darin waren wir nicht so erfolgreich. Vielleicht hat jemand Tipps für selbst gemachte Holzlasur in GRAU?)
Dies führte zu einer angemischten Farb-Lasur aus dem Baumarkt. 

Upcycling deluxe

 

Schritt 3 Möbel-Upcycling: Schleifen, schleifen, schleifen

Wenn die Möbel sich auseinander bauen lassen, tut Euch den gefallen! Es ist wesentlich einfacher Einzelteile mit möglichst wenig Echten und Kanten zu bearbeiten als in Winkeln zu hantieren.
Beim Schleifen ist es übrigens wichtig, nicht gegen die Richtung der Holzmaserung zu arbeiten, damit ihr keine Kratzer in die Struktur macht. Außerdem sollte die geschlossene Lackschicht entfernt werden, sofern eine vorhanden ist. Bei umlackiertem Holz reicht es die Oberfläche anzuschleifen, damit die neue Farbe gut haften kann.
Nach dem Schleifen unbedingt ans Entstauben denken, sonst gibt es beim Anstrich hässliche Brösel auf dem Möbelstück.

Upcycling deluxe

Schritt 4 Möbel-Upcycling: Streichen

Wir haben mit einem Pinsel lasiert. Ich mag Pinsel lieber als Rollen, weil sie eher die Struktur des Holzes nachzeichnen und keine “Abdrücke” hinterlassen. Aber das ist Geschmacksache.
Je nach Deckkraft und gewünschten Ergebnis streicht man noch ein zweites Mal.

Nach dem Trocknen wird (falls erforderlich) alles wieder zusammengeschraubt und -voilá- die Balkonmöbel sind wie neu.

Upcycling deluxe

 

Upcycling ist deluxe – Gib uns mehr!

Vielleicht werden auch die Auflagen in einem weiteren Do-it-yourself-Projekt erneuert, sprich andere Bezüge genäht… mir kommt da spontan fliederfarbener Stoff in den Sinn…

Jack und ich haben nun ja mehr Zeit für solche Spaß-Projekte, also warum nicht öfter mal etwas selbst erschaffen?
Wir sind zumindest stolz wie Bolle, haben die Zeit “des Schaffens” ziemlich genossen und dafür kaum Geld ausgegeben. :-)

Habt ihr auch die Erfahrung gemacht, dass es unheimlich befriedigend ist, Dinge selbst aufzuwerten, sie selbst zu erschaffen oder kreativ zu werden?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tanja Heller

    Hi Emi,

    nach vielen Jahren hab ich einfach keinen Bock mehr auf die Lackiererei und residiere im Garten auf einem Plastikstuhl von der Vormieterin. Total praktisch: wird nicht geklaut, weil so hässlich :) und muss man nie streichen. Mein kreatives Potenzial hab ich einfach an die nächste Generation weitergegeben. Mein Teenie-Kind schleift und lasiert nämlich seit Tagen Holz für ihre Zwischenetage, die ihr Papa einzieht ins Zimmer. Weiß lasiert hat sie auch schon! Mit so nem Maschinchen. In dem Alter fing das bei mir auch an. Ich kommentiere dann das Ergebnis. Nein, ich habe keine Lust mehr auf solche Projekte. Das ist mein neues de luxe! Ich muss nicht mehr alles selbst machen. 2 neue Lampen hab ich auch nicht gekauft. Hab mir einfach ein Klemmspot geholt. Ich wollte doch wieder das studentische Leben!

    Viel Spaß bei den Projekten.
    Liebe Grüße – Tanja

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Hey Tanja,

      ich hoffe, der Plastikstuhl ist ordentlich ausgeblichen und abgerockt wie es sich gehört? ;-)

      Find ich gut, dass Du nicht mehr tust, was Dir keinen Spaß mehr macht. Gibt halt für alles ne Zeit. Verrückt, dass die Menschen sich oft ihr Leben lang auf ein Hobby festlegen. Es sei denn natürlich, es breitet ihnen so viel Spaß, dass es ihr Leben lang vorhält.

      Ich persönlich halte meine Persönlichkeit eh für eine Art Blase. Sie hat einen Mittelpunkt und dehnt sich mal nach rechts und links, oder wohin auch immer, aus. Dann gibt es halt eine Zeit für`s Handwerkeln, für’s Schreiben, für’s Ausflippen, Faulsein… hmm, mal schaun, was noch so kommt.

      Bei Dir scheint das ja auch so zu sein, oder?
      Ausprobieren:
      Gut = weiter machen.
      Schlecht = lass es bleiben.

      In diesem Sinne: liebe Grüße vom Sonnendeck!
      Emi

      Antworten
    1. klebefolie

      Vielen dank für die Informationen, das sieht super aus. Ich gib mir wirklich große Mühe Dinge wieder zu verwenden anstatt sie wegzuschmeißen. Habe schon einige schöne Sachen daraus machen können.

      Gruß Anna

      Antworten
      1. Emi Artikelautor

        Hallo Anna,

        vielen Dank für Deinen Kommentar. Wegschmeißen ist wirklich nur die aller letzte Option ;-)

        LG Emi

        Antworten

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