Beweggründe für Minimalismus

Minimalismus Beweggründe
Warum leben Menschen minimalistisch?

Warum freiwilliger Verzicht, wenn man doch in unserer Konsumgesellschaft alles besitzen kann?

Was bewegt dazu dowzugraden?

Die tiefliegenden Beweggründe

Johannes Gartner beschäftigt sich seit langem mit dem Thema und ist nach unserem Artikel “Typen von Minimalisten” erneut ausschlaggebend für diesen Beitrag. Ihm nach sind die Beweggründe für ein minimalistisches Leben entweder materieller oder philosophischer Art.

Unter materiellem Minimalismus fasst Johannes die faktischen Reduzierung von Anzahl und Volumen greifbarer Dinge zusammen.
Den philosophischen Minimalismus prägen ihm nach hingegen individuelle wie auch ideelle Werte, wie Vereinfachung, Unabhängigkeit, ökologische wie auch ökonomische Beweggründe.
Jack und ich haben lange diskutiert, ob die Beweggründe für Minimalismus nicht insgesamt philosophisch-ideologisch begründet sind. Denn unserer Meinung nach hat das rein materielle Reduzieren immer einen tiefliegenden Ansporn.

Faktische Beweggründe

Reduzieren ist Mittel zum Zweck. Hierdurch lassen sich egoistische und pragmatische Ziele, wie ein freier Geist, mehr Zeit für das Wesentliche, weniger Verwaltung/Pflege und somit eine maßgebliche Vereinfachung des Lebens verfolgen.

Freiheit und somit Unabhängigkeit sind definitiv Beweggründe für das Downgraden. Das Leben wird aufgrund des reduzierten Besitzes, weniger Beziehungen und Verpflichtungen weniger komplex und es bleibt mehr Zeit für die subjektiv wichtigen Dinge.

Auch die von Johannes erwähnten ökonomischen und ökologischen Ziele vieler Minimalisten liegen auf der Hand:

  • Die logische Konsequenz aus Kostenreduzierung ist, dass man Zeit hat zu leben, seinen wahren Träumen näher kommt, die lang ersehnte Reise antreten, sich etwas ganz Besonderes leisten oder einfach früher in Rente gehen kann.
  • Ebenso schont ein ökologisch-minimalistisches Leben nach dem Motto reduce, reuse, recycle die Umwelt, Tiere und natürliche Ressourcen nachhaltig.

Die genannten Beweggründe werden bei allen Typen von Minimalisten mehr oder weniger ausgeprägt vorhanden sein. Aufgrund aktueller Themen oder sich verschiebender Schwerpunkte im Laufe des Lebens können sich die Prioritäten für den einzelnen auch immer wieder ändern.

Alle Minimalisten sind Weltretter

Das Beste an einem downgegradetem Leben ist für uns persönlich, dass es immer ökonomische und ökologische Nebeneffekte hat. So hat selbst ein aus puren egoistischen Motiven gelebter Minimalismus durch Nicht-Konsum positiven Einfluss auf Natur-, Tier- und Ressourcenschutz.

Wir sind also alle vom Typ “Weltretter” :-)

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