Downgrade…aber bitte deluxe

Downgrade DeluxeAuch ich möchte mich nach einiger Zeit wieder zu Wort melden und euch an meinen Erfahrungen teilhaben lassen.

Wie bereits mehrfach von Emi angesprochen, können Downgrades ein neues Lebensgefühl entfachen. Jedoch sollte jedes Downgrade gut durchdacht sein und nicht übers Knie gebrochen werden, denn:

Ein Downgrade fühlt sich nämlich nur gut an, wenn es auch zu Dir passt.

Jeder sollte sich selbst am besten kennen und wissen auf was er wirklich verzichten möchte und auf was nicht. Anstatt mit einem Schlag alles verändern zu wollen, sollte man lieber mehrere Downgrade-Zyklen durchführen und sich Zeit gönnen.

In meinem Fall habe wohl ein bisschen übertrieben. Zwar waren die Downgrades gewollt, jedoch taten mir manche im Nachhinein leid, da ich vorher wieder mal nicht mein ICH gefragt hatte.

Bei einem handelte es sich zwar nur um ein materielles Downgrade in Form meiner Playstation, jedoch hätte ich wissen müssen, dass ich ein sogenannter „Zocker“ bin.

Zocker bleibt Zocker. 

Wer einmal richtig Spaß am Zocken hatte, wird diesen auch nicht so schnell wieder los. Also musste wieder eine Playstation ins Haus.

Lange Rede kurzer Sinn

Auch wenn es für viele ein komisches Beispiel zu sein scheint, wird man bei genauer Betrachtung dessen Sinn erkennen: Wer aufmerksam in sich hineinhört, wird erkennen was gut für ihn ist und was nicht.

Trotz der ganzen Aufmerksamkeit wird es passieren, dass manche downgegradete Upgrades, sich nicht so gut anfühlen und wieder revidiert werden.

Emi und ich nennen es Einpendeln, denn wie so häufig „macht die Dosis das Gift“.

Manche werden wohl etwas stärker in ihren Entscheidungen pendeln als andere, bis das richtige Maß gefunden ist. Sobald die Schwingungen immer kleiner werden, wird das Lebensgefühl immer größer.

Bis bald, Jack.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Britta

    Herrlich! Dieser Beitrag kommt genau zur rechten Zeit. Ich habe die letzten zwei Monate auch nach der Null-Shopping-Devise gelebt, und frage mich gerade jetzt, ob es wirklich das ist, was ich will. Deswegen gefällt mir der Ansatz des Downgrade DELUXE so gut. Danke für diesen Impuls, ich glaube, ich mag auch wieder ein wenig upgraden *g*.

    Liebe Grüße
    Britta

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  2. Frau Momo

    Hi Jack

    Minimalismus heisst für mich nicht, so wenig wie möglich zu besitzen und auf Teufel komm’ raus alles andere loszuwerden, sondern bewusst zu wählen. Minimalismus heisst für mich, den Konsum-Mainstream und die “Höher, weiter, schneller”-Mentalität kritisch zu hinterfragen (auch vor dem Hintergrund des nachhaltigen Wirtschaftens) und mich zu fragen: Was brauche ich eigentlich wirklich? Was begehre ich wirklich?

    Deshalb halte ich auch so wenig von irgendwelchen Mengenangaben, die in der Minimalismus-Szene herum schwirren. Dass man nur noch 100 Dinge besitzen oder der Kleiderschrank nur noch 30 Teile vorweisen sollte.

    Entdeckt habe ich das Buch “Magic Cleaning” von Marie Kondo. Nach ihrer Entrümplungsmethode nimmt man jeden Gegenstand einmal in die Hand um zu spüren: Liebe ich diesen Gegenstand? Welche Gefühle löst dieser Gegenstand in mir aus? Mich überzeugt dies total und ich freue mich auf meine erste Entrümplungs-Aktion nach der Konari-Methode.

    Was meinst du, hättest du deine Playstation in die Hand genommen (vor dem Entsorgen) und dir diese Frage gestellt “Liebe ich diese Playstation?”, wie wäre dann die Antwort ausgefallen?

    Herzlich

    Frau Momo

    Antworten
    1. Jack Artikelautor

      Hallo Frau Momo,

      meine Antwort kommt zwar etwas spät, jedoch besser als nie.
      Wie bereits von Emi angesprochen, handelt es sich bei Downgrade Deluxe nicht um Minimalismus. Es geht vielmehr darum Dinge loszuwerden, die einen eher belasten als dass sie einem gut tun.
      Bezüglich der Playstation möchte ich nicht von Liebe sprechen. Ich hatte damals das Gefühl, dass ich aufgrund des Invests mich genötigt fühle auch spielen zu müssen. In diesem Fall wäre einen Gegenüberstellung der Gefühle – Nötigung und Zocker-Dasein – sinnvoller gewesen.

      Gruß Jack

      Antworten
  3. Emi

    Huhu Jack,

    Der Pendel schwingt so lange bis wir unser individuell richtiges Maß gefunden haben.
    Wir sind halt Downgrader und bezeichnen uns gar nicht erst als Minimalisten.

    Ich habe mir deshalb eine UKULELE gekauft… und es macht so viel Spaß sie zu bespielen, dass ich sie kaum noch weglegen mag! *klimper* *nerv* *klimper*
    Hast Du ja schon des öfteren mitbekommen! Hehe! :-P

    Dafür verzichte ich aber gerne auf neue Kleidung oder anderen Schnick-Schnack, weil er nicht zu meiner individuellen Zufriedenheit beiträgt.

    Das ist alles! Keine Askese, keine Pflichtkäufe…
    …und keine Downgrades, die nicht wieder rückgängig gemacht werden können, wenn sie sich langfristig nicht deluxe anfühlen.

    Send Dir einen Kuss aus dem Wohnzimmer!
    Emi

    Antworten
  4. Tanja Heller

    Hi Jack!

    Es muss auch ins Leben passen! Finde ich gut den Beitrag. Sonst denkt man immer, bei denen flutscht das alles in einem Rutsch. Einmal optimiert passt es für immer! Das Leben ist ja nicht statisch. Die Bedürfnisse und die Lebenssituation ändern sich ja immer. Ich finde auch sehr wichtig, dass man da flexibel ist und auch wieder zurück geht. Und sich das eingesteht. Ich hab auch wieder 2 Keramikpfannen, weil es zu stressig war mit 4 Töpfen. Das funktioniert nur, wenn man Zeit und Lust zum Spülen hat. Ein Klassiker ist wohl dieser Dampfkessel, der dann doch wieder ausgetauscht wird gegen einen Wasserkocher oder einen Kaffeeautomat. Das hab ich jetzt schon 4 mal gelesen auf Blogs. Auch von Plastik auf Öko hab ich ja einiges wieder zurück optimiert, weil es sich nicht bewährt hat. Holzsachen schimmelten im Bad oder das Abtropfgestell in der Küche. Und nein, ich werde die Sachen nicht fönen oder sonstigen Mehraufwand betreiben. Ich finde keinen Milchersatz, der mir schmeckt und nein, ich werde mir den Kaffee nicht abgewöhnen. So Tipps von Veganern brauche ich dann auch nicht.

    Liebe Grüße – Tanja

    Antworten
    1. Jack Artikelautor

      Hallo Tanja,

      genauso ist es. Es muss ins Leben passen.
      Ich selbst mag die sogenannten „Meinungs-Chameleons“, also Menschen, die ständig ihre Meinung wechseln, nicht und möchte auch nicht zu denen gehören.
      Trotzdem darf man ein Fehlurteil revidieren. Es geht schließlich darum, dass die Downgrades und auch Upgrades das Leben leichter und angenehmer gestalten. Fühlt sich die Änderung nicht gut an, dann revidiere ich es einfach und dabei ist es mir auch egal, ob andere es blöd finden oder nicht. Zwei Keramikpfannen sind also vollkommen okay. ;-)
      Außer der Playstation gab es schon mehrere Dinge über die Emi und ich gesprochen haben und im Nachhinein umgekehrt haben, weil es sich so besser angefühlt hat. Wobei wir wieder beim Einpendeln wären.

      Gruß Jack

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  5. christine

    Neben meiner Kaffeemaschine (günstig und einfach, für Gäste) steht ein kleiner Porzellanfilter samt Kanne, damit ich jeden Morgen die Tasse Kaffee aufbrühen kann. Mag ich, brauch ich so und fühle mich sogar ökologisch korrekt dabei.
    Mittlerweile bin ich erstaunt darüber, wie viele Dinge ich weggegeben, verschenkt, verkauft und weggeworfen habe und dass sie nicht vermisse. Wer braucht schon privat zehn Zollstöcke, hunderte verschiedener Schrauben und Nägel oder zwanzig Pinsel?
    Mein Leben ohne erdrückenden Besitz ist leichter. Ich habe immer noch genug, aber ich weiß, was ich habe und wo ich dafür einen Platz gefunden habe.

    Antworten

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