Audi TT & StreetKa abgeschafft! Downsizing Deluxe

Audi TT weg, Ford StreetKa weg und wir: total happy!

Wie kann das sein?!

Downgrade_Lara

Downgrade_Neville

 

 

 

 

 

Beide Autos wurden von uns heißgeliebt, sie hatten sogar Namen, die ich an dieser Stelle lieber für mich behalte. Sie passten super in unser “altes” Leben:
Die Leistungsjunkies brauchten ja schließlich entsprechende Pferde.

Hüja:
Audi TT, 250 PS, quatro, Sechszylinder, bla und blubb…
StreetKa, 95 PS, dafür leicht und mit der Straßenlage eines Karts. Selbstverständlich hatten beide Ledersitze und allen Zipp und Zapp.

Toll oder?

Nein, war es nicht. Der Fahrspaß verflog nach einiger Zeit. Inspektionen, Reifenwechsel, Versicherungen, hier putzen, da putzen, der Stress, wo man sein Auto parken kann, ohne dass jemand seine Türe hinein haut oder einen Kratzer macht…
Es war einfach nur anstrengend und stressig, für die Autos so viel Zeit und Nerven aufzubringen und obendrein viel Geld auszugeben.

Wir waren definitiv ihre Sklaven!

Zwei Autos waren ohnehin zu viel, sie standen die meiste Zeit in der Garage. Kurzerhand haben wir die beiden abgeschafft und uns ein kleines schnuckeliges, vor allem benzinsparendes Auto zugelegt: den kleinen süßen, günstigen Toyota iQ! 

Downgrade_Mexx

Fazit: Er kostet uns soooo wenig. Er nervt uns nicht, macht sogar Spaß, weil wir kaum noch tanken müssen und er in jede Parklücke passt. Das ist ein Downgrade, was sich so richtig deluxe anfühlt.
Jeder, dem wir das erzählen, erklärt uns übrigens für verrückt. Wir fühlen uns jedoch wie “Hans im Glück”!

Hast Du schon mal etwas reduziert, bei dem viele andere nicht nachvollziehen konnten, warum Du glücklich darüber warst?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tanja Heller

    Glückwunsch zur Befreiung, Emi. Das klingt gut! Ja, ich bin mal einen Mann + Cabrio losgeworden. Ich bin nie mitgefahren und mag lieber Männer mit Fahrrädern oder VW-Bussen. Nicht hauen! Dafür kann ich nix ;) .

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Hey Tanja,
      wieso hauen? Find es super, dass Du authentisch bist! Zum Bus und Fahrrad gehören unbedingt noch FlipFlops, findest Du nicht? ;-)

      Meist hat man solche Statussymbole ja nur für andere oder weil man etwas Bestimmtes darstellen möchte. Wir haben auf jeden Fall gefühlt, dass wir das gar nicht sind. Der VW-Bus mit Elektromotor und 1000km Akku-Reichweite wäre übrigens unser absoluter Favorit! Kann den nicht mal jemand erfinden?

      Liebe Grüße
      Emi

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  2. Tanja Heller

    Hallo Emi,

    mich beeindruckt das Abschaffen der Autos. Ihr macht Ernst. Ein Asienprojekt habt Ihr vor, oder? Als vor 2 Jahren die Spülmaschine kaputt ging, war das sehr befreiend. Das Umfeld hat mich zwar bedauert, doch ich verbringe jetzt weniger Zeit mit Geschirr spülen als vorher mit dieser Maschine. Habe mehr Platz, keinen Lärm und finde spülen meditativ. Ist ursprünglicher. Geschirr reduzieren konnte ich auch.

    Liebe Grüße
    Tanja

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Hi Tanja,
      schön, dass Du durch den “Verlust” der Spülmaschine eine neue Entspannungsquelle gefunden hast. Weniger ist wirklich mehr! Je weniger kaputt gehen kann, desto besser. Je weniger man sich um Dinge kümmern muss, desto entspannter. Je mehr Zeit zur Verfügung steht, desto bewusster kann man die wenigen übrigen Dinge tun, wie zum Beispiel spülen.

      Schade nur, dass man sich im Leben etwas “aufbaut”, um anschließend festzustellen, dass man sich damit in seinen eigenen Käfig gesperrt hat…

      Habe gelesen, dass Du auch früher mit dem Rücksack gereist bist? Leicht, frei und mit wenigen Kilos auf den Schultern. Da möchten wir auch wieder hin zurück! Back to the roots, in eine Zeit in der viele Menschen am glücklichsten in ihrem Leben waren.

      Liebe Grüße
      Emi

      Antworten
  3. Einfach bewusst

    Hallo Emi,

    welche tolle, einfach bewusste, minimalistisch nachhaltige Entscheidung! Ihr zieht das mit dem Downgraden ja wirklich durch! Meine Freundin fährt übriegns auch einen iQ (vorher BMW) und ist zufrieden damit.

    Und ja, ich habe auch schon Sachen abgeschafft: Fernseher, 4.000 CDs und Schallplatten, Wäschetrockner, Personenwaage, 95 % meiner Bibliothek usw.

    2014 möchte ich sogar meinen Kleinwagen (Hyundai i10) verkaufen. Falls das klappt, werde ich sicher drüber bloggen ;-)

    Viele Grüße aus Franken

    Christof

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Hallo Christof,

      der IQ ist wirklich klasse! Alleine der Wendekreis, wenn man drehen muss oder einparkt, ist ein Traum *schwärm*

      Dann hat Deine Freundin, genau wie Du, ja auch sehr nachhaltig reduziert. Wer braucht schon einen BMW?!
      Ein schönes Bespiel, dass es nicht ausbleibt, sich gegenseitig mit dem Enthusiasmus des Downgradens anzustecken. Selbst Freunde und Bekannte haben sich in bestimmten Lebensbereichen bereits bei uns “infiziert”.
      Wir sind gespannt, wie sich Dein Autoprojekt nächstes Jahr gestaltet. Wenn man das Auto nicht unbedingt benötigt, ist ein Verkauf die allerbeste Alternative! Aber das lesen wir ja bald :-)

      Übrigens finden wir, dass Menschen, die ihre Sammlung auflösen, den höchsten Respekt verdienen. Bei einer Sammlung handelt es sich nicht einfach nur um materielle Dinge, da hängt Herzblut dran. Danke, dass Du das hier mit uns teilst.

      Liebe Grüße
      Emi

      Antworten
      1. Einfach bewusst

        Hi Emi,

        der Wendekreis des iQ ist legendär. Kann mich dran erinnern, wie verdutzt eine Frau schaute, als Stephi einen U-Turn auf einer Breite machte, die ein SUV schon zum fahren benötigt ;-)

        Dass Ihr schon paar Freunde mit dem Downgraden angesteckt habt, finde ich klasse.

        Noch was zur Tonträgersammlung. Habe zwar alle 4.000 CDs und Platten verkauft, aber ja immer noch meine liebsten ca. 500 Alben auf dem Notebook, die ich dann gegenüber der CD verlustfrei über Sonos auf meiner Stereoanlage abspiele. Sonst wäre mir das Auflösen der Sammlung wohl nicht so einfach gefallen ;-)

        Viele Grüße aus Franken,

        Christof

        Antworten
        1. Emi Artikelautor

          Hi Christof,

          man könnte fast meinen, wir hätten einen Werbevertrag mit Toyota ;-) Aber es stimmt, SUVs sind im Vergleich unpraktisch und der Wendekreis des iQ ist unschlagbar…

          Das Digitalisieren von Medien liegt wirklich im Trend und ist mittlerweile, wie Du beschrieben hast, scheinbar auch verlustfrei möglich. Ein großer Vorteil, wenn man den Platz, Verwaltung, Pflege der Datenträger berücksichtigt. Aber das anfassbare Vinyl, das Auflegen der Platte, gelegentliches Knacken im Lied, das hat immer noch anderen Charakter, oder?

          Viele Grüße aus dem Rheinland
          Emi

          Antworten
          1. Einfach bewusst

            Gegenüber der CD ist die Digitalisierung 100 % verlustfrei. Stephi (sie ist Musikerin) meint sogar, dass ihr der Sound über Sonos (anstelle CD-Player, Verstärker und Boxen bleiben ja gleich) besser gefällt.

            Mit den Platten hast Du natürlich recht. Das Ritual das empfindliche Vinyl aufzulegen und nach 20 Minuten umzudrehen, das große Cover, der analoge Sound, – da kommt keine digitale Sammlung heran. Ich war ja mal mit einem Webshop für 2nd Hand Schallplatten selbstständig und hätte nie gedacht, dass ich mich davon trenne. Doch für mich persönlich überwiegen die Vorteile des Umstiegs auf die digitale Sammlung auf dem Rechner. Übrigens kann man über Sonos auch Spotify & Co abspielen, hat also theoretisch unbegrenzt viele Stücke zur Verfügung.

            Viele Grüße

            Christof

          2. Emi Artikelautor

            Dann habt ihr beide ja geschulte Ohren, was Klang betrifft. Ich kannte dieses Sonos gar nicht, bis ich Deinen Artikel gelesen habe. In dem Fall scheint Dir/Euch der Minimalismus ja eine weitere neue Muse gebracht zu haben ;-)
            Sehr schön!

            Liebe Grüße
            Emi

  4. daniel

    Der IQ erinnert mich an meinen Smart, den ich vor etwas über 3 Jahren abgegeben habe. War das beste Auto, was ich bisher gefahren bin.
    Ich denke, von zwei Autos auf eines Umzusteigen wird wohl eine kleine Umgewöhnung bedeuten. So wie es bei mir mit der Umstellung auf das Monatsticket de ÖPNV auch war. Aber im Moment bin ich damit ganz glücklich und wünsche mir gar kein Auto.
    Wünsche Euch viel Spaß mit dem IQ.

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Stimmt, Du hast in Deinem Blog über Dein “autoloses” Leben berichtet. Das ist natürlich die einfachste Alternative!

      Als Student hatte ich auch kein Auto und mit dem Studententicket konnte man damals in ganz NRW herumfahren. Ein tolles, freie Gefühl.
      Leider glauben wir im Moment, das Auto zu brauchen. Es bedeutet insofern Freiheit für uns, dass wir spontan Freunde und Verwandte besuchen können. Sie wohnen etwas verstreut, so dass sie mit Bus und Bahn nur zeitintensiv zu erreichen sind oder man abends gar nicht mehr nach Hause kommt.

      Somit ist der Kleine für uns Mittel zum Zweck. :-)

      Antworten

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