Know your Enemy: kaufen, kaufen, kaufen

Triffst Du Deine Kaufentscheidungen selbst?

“Was man wann wo wie und in welchen Mengen kauft, ist kein Zufall. Vorher haben sich Experten Gedanken gemacht, wie sie die potenziellen Käufer dazu bringen können, ein bestimmtes Produkt in den Einkaufskorb zu legen. Quarks & Caspers stellt die überraschendsten und kuriosesten sieben Dinge rund ums Kaufen vor.”

Quelle Zitat: WDR

Zugegeben, viele Tricks der Werbung oder Produktplatzierung sind dem Durchschnittsverbraucher bereits bekannt. Doch lassen wir uns trotzdem bei unserer Kaufentscheidung beeinflussen? Wie groß ist der Einfluss unserer Kinder? Vertraust du deinem Arzt bei der Beratung?

Folgende “7 Dinge” werden in der Sendung vom 17.12.2013 wie gewohnt Quarks-typisch-wissenschaftlich dargestellt:

Ding 1: Rund 80% der Kaufentscheidungen sind unbewusst.

Ding 2: Eltern kaufen, was die Kinder wollen – Mit empirischer Untersuchung

Ding 3: Ärzte sind gute Verkäufer – Individuelle Gesundheitsleistungen (kurz: IGel) werden oftmals unsachlich angeboten und damit das Vertrauensverhältnis ausgenutzt

Ding 4: Eine zu große Auswahl kann unzufrieden machen

Ding 5: Der Kunde ist undurchschaubar

Ding 6: Wir haben nur eine Lieblingsmarke – da sind Menschen loyal ;-)

Ding 7: Das Netz weiß alles – Datensammler sorgen für personifizierte Werbung

Hier findest du die Reportage:
Quarks und Co: Kaufen – 7 Dinge, die Sie wissen sollten

Hast du auch bereits Erfahrungen mit den angesprochenen Fakten gemacht?

Ich muss uns outen:
Wir haben immer einen Einkaufszettel, aber auch IMMER mehr als geplant im Einkaufswagen. ;-(

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Pfundi

    Das mit den Kindern kann ich so unterschreiben.
    Früher durften sie sich immer am Gemüse/Obst-Regal etwas aussuchen und ich war damit recht sicher vor Quengeleien.
    Mittlerweile kommen sie nur noch selten mit, fluten dann aber den Einkaufswagen mit Fertigprodukten und Markennamen.
    Ich lasse sie.
    Sie Unsinniges kaufen lassen, ist ein griffiges Stück Mutterliebe und sie sind so meinen Argumenten gegenüber “aufgeschlossener”. Kennen also meine Meinung, merken, dass ich nicht “missioniere” und ich merke, dass sie einiges verinnerlichen. Wenn man der “stetige Tropfen” sein will, muss der Nachwuchs “stillhalten” ;-)

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    1. Emi Artikelautor

      Hallo Pfundi,

      ich bewundere diese Konsequenz und Geduld, die manche Eltern ihren Kindern gegenüber aufbringen. Vor allem, wenn es um solche grundsätzlichen Dinge, wie die Beeinflussung durch Werbung geht.

      In dem Beitrag sieht man ja sehr anschaulich, wie Kinder quengeln können und auf Markennamen ansprechen. Sie sind für die Werbestrategien noch viel anfälliger als wir erwachsenen. Mich würde das leider sehr, sehr nerven… aber wahrscheinlich wächst man auch in dieser Hinsicht mit den Aufgaben ;-)

      LG Emi

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  2. Pfundi

    Ich habe mir mein Leben sehr viel leichter gemacht, indem wir nach und nach sämtliche Filme von Astrid Lindgren und der Augsburger Puppenkiste anschafften.
    Wann immer ich die Kinder also mal “vor dem Fernseher parken” musste, liefen Filme ohne Werbung. Dabei ging es mir weniger um Kommerz als um böse Überraschungen.
    Der Fernsehprogramm und damit auch Werbung, lief nur, wenn wir bei den Kindern dabei waren.
    Erst als das ältere Kind ins 5. Schuljahr kam, wurde immer öfter auch mal fern gesehen und sie lernten die Werbewelt aus dem Fernseher kennen.
    Meine beiden sind nun groß, aber rückblickend kann ich sagen, dass uns Frau Lindgren echt echt echt viel Gequengel erspart hat!
    :)

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  3. Pfundi

    Hier hätte ich noch einen Link, warum es auch sinnvoll sein kann, Kindern lieber die Lindgren und Puppenkisten-Welt zu zeigen, als Kika(cke)

    Die Rollenbilder sind in den Film-Welten einfach nicht so verdammt rosa, vollbusig und glubschäugig :)

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Ich persönlich war ja der größte Pipi Langstrumpf -Fan! Die war Gott sei’s gedankt auch nicht so vollbusig wie die Barbie. ;-)

      Übrigens vielen Dank für den Link!Anfang der 80er habe ich mit vielen dieser Sachen gespielt. Erstaunlich wie die Helden meiner Kindheit heute aussehen!!

      Schon komisch, wie früh Kinder durch Medien und Spielzeug unter Druck gesetzt werden. Auf der einen Seite müssen sie bestimmte Dinge besitzen, damit sie dazugehören. Auf der anderen macht der Schönheitswahn keinen Halt vor den Kinderzimmern…

      Wie hast Du das für Deine Kinder erlebt? Kannten sie überhaupt das “tolle Spielzeug”? Ich meine, was zu ihrer Grundschulzeit hipp war?

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  4. Maria

    Ich kaufe seit Jahren ausschließlich mit Einkaufsliste ein und nur das, was ich wirklich brauche.

    Werbeprospekte werden ungesehen weg geworfen, damit der scheinbare Bedarf erst gar nicht geweckt wird. Ich kaufe z.B. die Lebensmittel,auf die ich gerade Gusto habe und nicht das, was gerade im Angebot ist und mir aufgedrängt wird.

    Fernsehen habe ich seit Mitte 2012 nicht mehr, früher habe ich bei der Werbung immer die Küche aufgeräumt ;-)

    Meine Kinder durften erst sehr spät (so mit ca. 7 Jahren) fernsehen, bis dahin haben sie sich Filme ausgesucht, die ich für sie gekauft oder aufgenommen habe – ohne Werbung.

    Nur, weil alles so ist, wie es ist, heißt das nicht, dass wir mitspielen müssen.

    Wir können jederzeit aus dem System aussteigen und Widerstand leisten, indem wir die Manipulation der Werbung der Großkonzerne einfach nicht mehr hinnehmen und selbstbestimmte Konsumenten sind.

    lg
    Maria

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Hallo Maria,

      Du hast vollkommen recht: Bewusster Konsum schlägt alles!!

      Wir haben auch keine Lust, fremdgesteuerte Marionetten der Werbeindustrie zu sein. Das Gemeine ist nur, wenn man deren psychologischen Tricks nicht erkennt. Sei es nette Musik, angenehme Gerüche, Farben oder wie im Beitrag berichtet ein bestimmter Bodenbelag – wenn man nicht auf der Hut ist, fällt man gnadenlos auf dieses “angenehme” Einkaufserlebnis rein.
      Das Beispiel wie hinterhältig unsere Jagt- und Sammeltriebe durch Sonderangebote und Verkaufsaktionen angesprochen werden oder wie leicht Bedarf durch künstlich erzeugte Mangelgefühle erzeugt wird, zeigt doch eigentlich, dass man Werbung wegen Manipulation verbieten bzw. einschränken sollte. Aber nein, da geht alles, was recht ist… *grummel*

      Deine Werbevermeidungsstrategie ist da wohl die beste. Wir haben übrigens am Briefkasten einen Aufkleber, der Werbung unterbindet. Was soll man denn mit all dem Müll und der unnötigen Umweltverschmutzung?

      LG Emi

      Antworten
  5. Tanja Heller

    Bin da unverführbar und kaufe nur, was auf meiner imaginären Liste steht. Díese Joghurts mit Knusperdingern drin, bringen sich die Kinder schon mal mit. Was sollte ich dagegen haben? Was sich bei mir geändert hat: Ich kaufe mir lieber 4 Lieblingsäpfel für 1,99 Euro und weiß, dass ich sie gerne esse. Als eine ganze Stiege einer unbekannten Sorte für das gleiche Geld. Oder den teuren Basmatireis, der mir wirklich schmeckt, als ein billigeres Produkt in doppelter Menge. Sonst muss ich vielleicht 8 mal Reis essen, der langweilig ist. Insofern bin ich viel kritischer geworden. Vorräte hab ich nicht. Lieber jeden Tag entscheiden, was ich essen will.

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Damit hast du vollkommen recht: Lieber mehr Geld ausgeben für etwas Gutes und bewusst Gewähltes als für die Masse, die wohlmöglich nicht schmeckt oder ungesund ist!

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  6. Toffel

    “…lieber die Lindgren und Puppenkisten-Welt zu zeigen, als Kika(cke)” – das war wirklich gut :-D

    Listen. Einkaufslisten.
    Ich kaufe definitiv weniger ein, wenn …
    … ich weiß, was ich kochen werde
    … ich mir aufschreibe, was ich dazu und sonst noch wirklich benötige.

    Mach ich das nicht, laufe ich im Laden unnötig umher und sehe mir die “Sonderangebote” an …
    Nicht gut.
    Toffel

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Haha, genau und die “Rollenbilder sind in den Film-Welten einfach nicht so verdammt rosa, vollbusig und glubschäugig” ist auch genial. :-)

      Sonderangebote sind echt gemein! Vor allem, wenn es etwas ist, was man immer schon einmal probieren wollte.
      Ich gehe leider auch manchmal im Lebensmittelgeschäft verloren… Was es da alles tolles zu essen gibt! Exotische vegetarische Alternativen stehen auf der Jagdliste sehr weit oben. Wobei zusammengewürfelter Convenience-Müll sich als weniger reizvoll darstellt.

      Ihr seht, beim Essen sind Jack und ich eher schwach ;-)

      Antworten
  7. Urs

    Mit den Kindern geht es eigentlich ganz gut, man muss ihnen einfach nur die Wahrheit sagen :
    “Die Produkte für Kinder und die Werbung sind von gemeinen Menschen extra so gemacht das Kinder sie besonders gut finden, und ihre Eltern nerven, damit sie das Produkt kaufen. Gemein sind diese Menschen weil das mit voller Absicht machen und nur das Geld der Eltern wollen, die Kinder sind ihnen egal.”
    Kinder ab 4 verstehen das ganz ausgezeichnet und sind in der Lage ihre Wünsche daraufhin zu reflektieren, mit Übung.

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Ein toller Ansatz! Wir haben ja keine Kinder, aber es ist nachvollziehbar, dass auch ein Kind (mit Übung ;-) ) eine solche Erklärung versteht.

      Gemein wäre allerdings, wenn die Eltern sich alles kaufen *g*

      Antworten
  8. Tanja Heller

    Ich unterstütze ja eine sehr kleine Ladenkette. Der Laden vor Ort hat Kultcharakter. Da sind die Sachen nicht so angeordnet, wie im Film beschrieben. Die günstige Hausmarke ist gut sichtbar, nicht versteckt und hält preislich mit den großen Supermärkten mit, wie die großen Marktchecks neulich auch gezeigt haben im Fernsehen. Den Grundbedarf kann man super decken. Das Gemüse ist an der Kasse noch genauso frisch, weil ich nicht mit orangenem Licht getäuscht werde.

    Kindern muss ich – anders als im Film gezeigt – eher mal ne Zeitschrift schenken, damit sie das Medium überhaupt kennenlernen. Weil sie das selbst zu kritisch sehen und als vergeudetes Geld betrachten. Fertigprodukte mögen sie nicht, genauso wie Fernsehen, Mc Doof. Vor Geburtstagen muss man ewig fragen, was sie sich wünschen. “Ich brauche nix.” Ja, auch die Kinder gibt’s.

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    1. Emi Artikelautor

      Tanja, Du bist Deinen Kindern halt mit gutem Beispiel vorangegangen :-)
      … und die sind doch schon älter, oder?

      Ich sehe immer (mit Horror!), wenn kleine Kinder im Kassenbereich mit hochrotem Kopf, kurz vorm Explodieren, versuchen den greifbar nahen Schokoriegel zu “erweinen”. Das schockt…

      Wo ist denn dieser Laden? Möchte so etwas auch in der Nähe haben. Leider sind hier im Ballungsgebiet Düsseldorf alle kleinen Läden den großen Ketten zum Opfer gefallen. Logisch, weil sie preislich nicht mithalten konnten. Jetzt wird man nostalgisch und möchte einfach nur einkaufen, ohne geblubbert, beleuchtet, beschallt und beobachtet zu werden.

      Über Letzteres könnte man sich übrigens auch aufregen: Laufwege der Kunden werden bei Ikea von den Azubis aufgezeichnet (habe einen Bekannten dabei erwischt!). Sofern die Technologie und der Ehrgeiz des Händlers es hergeben, lassen sich die Laufwege einzelner Kunden sogar digital überwachen – Thema RFID. Tante Emma wäre wohl nie auf eine solche Idee gekommen. :-(

      Antworten
  9. Tanja Heller

    Hallo Emi,

    ich hab nur ein Kind. Der Rest fühlt sich mir zugehörig. :)
    Vielleicht ist hier was für dich dabei. Auf Wochenmärkten kann man ganz easy müllfrei einkaufen und noch gemütlich einen Kaffee trinken. Ist super gesellig, macht richtig Spaß! Würde doch zu dir passen. Ich hab’s sehr genossen. Hatte ich mal direkt vor der Haustür.
    Mein erster Klick ist, wenn ich Umzüge plane, wo Wochenmärkte sind.

    https://www.duesseldorf.de/verbraucherschutz/marktverwaltung/wochen.shtml

    Der kleine Laden ist was ganz Besonderes. Wurde nach 114 Jahren Sonntagsöffnung angezeigt. Den Politikern liegt die Petition vor. Organisiert von den Kunden.

    Liebe Grüße
    die Reduzierte

    Antworten
  10. Emi Artikelautor

    Hey Tanja,

    spricht ja für Dich, wenn die Kids gern bei Dir sind. Bist halt keine Spießer-Mama… :-)

    Gibt es die Petition für Euren Laden online? Oder meinst Du, Unterschriften aus ganz Deutschland würden die Politiker nicht interessieren?

    Vielen Dank für den Link! Ich kenne Wochenmärkte nur aus der Kleinstadt, in der ich groß geworden bin. Aber das wäre mit VIEL zu kommunikativ ;-) Vor allem die in der Woche sind interessant, dann ist es noch überschaubar… Gibt sogar einen bei uns in der Nähe!

    Liebe Grüße und einen entspannten Tag,
    Emi

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