Sind alle Minimalisten wohnungslose asketische Sockenzähler?! – Typen von Minimalisten

Um den Durchschnittskonsumenten den Minimalismus etwas näher zu bringen, möchten wir in diesem Beitrag das von Johannes Gartner bereits behandelte Thema „Minimalismus – Philosophie, Ziel und Maßstab“ noch einmal aufgreifen und um die Typen von Minimalisten ergänzen.
Vorab herzlichen Dank an Johannes für seinen inspirierenden Artikel!

Downgrader Sockenzähler MinimlaismusImmer wieder sieht und liest man in den Medien von Minimalisten, die in einem leeren Raum sitzen und ihren gesamten Besitz von unter 100 Teilen vor sich ausbreiten. Als otto-normal-schnurz-piep-Durchschnittskonsument stellt man sich da schnell die Frage: Was soll daran erstrebenswert sein?!


Es soll niemanden beleidigen, aber jeder Obdachlose strolcht mit ein paar Tüten umher, in denen sich sein gesamter Besitz befindet. Er lebt am Rande unserer Gesellschaft und erntet von den meisten Menschen irgendetwas zwischen Abscheu und Mitleid. Unterscheidet sich ein wie oben beschriebener Minimalist nur durch sein gepflegteres Aussehen, einen Unterschlupf und einen Rucksack von einem Obdachlosen?

Was ist der otto-normal-schnurz-piep-Durchschnittskonsument?

Jack und ich haben erst vor etwas mehr als 1,5 Jahren angefangen zu reduzieren und uns von unnötigem materiellen, finanziellen wie auch emotionalen Ballast befreit. Wir waren durchschnittliche Konsumopfer, mochten Shopping, Deko-Kram, besaßen zwei Autos sowie viel zu viel Kleidung, Schuhe und digitales Entertainment. Scheinbar haben wir uns auf diese Weise für die harte Arbeit belohnt, die wir leisteten. So leben viele tausende Menschen in unserem Land ohne sich die Frage nach dem „Warum“ zu stellen: Warum konsumiere ich über mein Maß hinaus? Warum belohne ich mich durch Konsum? Warum kann nicht auch Nicht-Konsum befriedigend sein?
Und das kann er! Das erleichternde Gefühl, Dinge los zu werden, verspürt jeder, der entrümpelt. Nur scheinen die meisten Menschen stetig bestrebt zu sein, den gewonnen Platz wieder zu füllen. Peux-a-peux wird weiter gesammelt, gehamstert und konsumiert. Paradox…

Typen von Minimalisten

Downgrade Minimalisten Sockenzähler Alle, die es jedoch bewusst bei einem reduzierten Zustand nach dem “Ausmisten” belassen und sich nicht erneut dem Konsum hingeben, sind „Durchschnittskonsumenten mit minimalistischen Tendenzen“ (also potentielle Minimalisten im Anfangsstadium). Sie genießen die Leichtigkeit des Weniger-Besitzens. Ebenfalls sind sie sich darüber bewusst, dass das was sie besitzen ausreicht. Folglich kaufen sie das Entsorgte nicht nach und ihr Gesamtbesitz verringert sich.

Hieraus kann sich eine regelrechte Lebensphilosophie entwickeln. Das individuelle Gefühl der Genügsamkeit (Suffizienz) bestimmt, in welchem Maß ein Mensch reduziert. Manche Menschen können nie genug besitzen, andere sind an einem bestimmten Punkt zufrieden oder sogar schon überfordert. So besitzt ein kritisch-minimalistischer Konsumbürger / „Downgrader“ zwar immer noch eine große Anzahl an Dingen, hat jedoch den Minimalismus auf viele seiner Lebensbereiche übertragen. Beispielsweise legt er oder sie neben dem Minimieren von Besitztümern Wert auf wenige, aber dafür gute Freunde, hat seine finanziellen Verpflichtungen (Verträge, Versicherungen, Kredite) reduziert oder sogar sein Auto abgeschafft. Was er besitzt reicht ihm aus, er ist zufrieden. Im Gegenteil er identifiziert weiterhin achtsam und kontinuierlich Gegenstände, Gegebenheiten oder Verhaltensweisen, die er abschaffen oder ändern kann, um sein Leben unkomplizierter zu gestalten. Neuanschaffungen werden nur gemacht, wenn sie wirklich notwendig sind. In diesem Fall wird jedoch Wert darauf gelegt, dass diese hochwertig und langlebig, sowie ethisch und nachhaltig vertretbar sind. Statusdenken und Anerkennung von außen werden nicht angestrebt.Downgrade Minimalisten Sockenzähler
(Wir nennen uns und damit auch den grade beschriebenen Typ „Downgrader“, weil für uns selber der „pure“, gelebte Minimalismus noch ein wenig zu fern erscheint. Jedoch haben wir unser Leben so sehr reduziert, dass wir dies auch nicht mehr als minimalistische Tendenz bezeichnen möchten. ;-) )

„Pure Minimalisten“ hingegen haben ihre Besitztümer auf eine übersichtliche, leicht zählbare Anzahl begrenzt. Sie leben jedoch nicht unbedingt nomadisch und reisen um die Welt, wie so häufig in Medienberichten dargestellt. Dennoch sind sie in höchstem Maße ungebunden und flexibel. Die „Teilezähler“ haben sich freiwillig emotional und physikalisch von fast allen Besitztümern gelöst. Dies heißt allerdings nicht, dass sie arm sind oder kein Dach über dem Kopf haben, wie ein Obdachloser. Sie sind zufrieden mit dem Wenigen, was sie besitzen. Mit dieser Genügsamkeit schaffen sie Platz und Ruhe für Gedanken sowie für sie essentielle Dinge. Auf diese Weise genießen sie ein wenig komplexes, zielgerichtetes Leben mit Durchblick.

„Extremer Minimalismus“ wird gelebt durch Menschen, die Geld oder sogar ihren Pass aus ihrem Leben streichen. Es gibt nur einige wenige, die aus dem Gesellschaftssystem aussteigen und in keinster Weise mehr Gebrauchskonsum betreiben. Sie versorgen sich selbst, wwoofen und wandern umher. Ihre Intention ist hierbei jedoch eher unbegrenzt frei zu leben und sich dem Geldsystem weitestgehend zu entziehen. Sie leben von der Hand in den Mund, wie beispielsweise Jonathura von KreativWandern. Auch Mönche ohne Besitztümer lassen sich zu den Extremen Minimalisten zählen.
Bewundernswert gelebter Idealismus… ob viele Obdachlose auch Idealisten sind?

Unserer Meinung nach unterscheiden sich Minimalisten in der Ausprägung ihres individuellen Suffizienzempfindens.
Dem einen reichen 100 Besitztümer, ein echter Freund, keine Verträge, der andere hingegen fühlt sich mit auf 2000 reduzierten Dingen, drei oder vier richtig guten Freunden und einer Haftpflichtversicherung am wohlsten. Ihre Beweggründe fürs reduzieren und downgraden sind jedoch meist die selben.

Was meinst Du dazu? Haben wir etwas vergessen? Siehst Du Dich in eine Schublade gesteckt? Sind beide beschriebenen Extreme (also der Konsumbürger, der ab und zu mal „ausmistet“ bzw. der Mönch im Kloster) überhaupt schon bzw. noch Minimalisten? Wo fängt Minimalismus an, wo hört er auf?

Wäre interessant, zu diskutieren, wie Du den Minimalismus für Dich definiert hast…

Viele Grüße
Jack & Emi

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Mark Ritter

    Ich halte persönlich nichts von Kategorien, Schubladen, Profilings etc. Sie helfen das Chaos zu ordnen, geben aber eine vermeintliche Sicherheit. Nach eurer Beschreibung passe ich wohl am ehesten in den Typ Downgrader aber über diese Kategorien denke ich nicht gerne nach. Das Leben bewegt sich zu wellenförmig, wahrscheinlich schwankt man ständig zwischen den Kategorien. Ich beschreibe das ganze lieber mit dem Bild eines Schiebereglers, man bewegt sich halt irgendwo zwischen den Extremen zwischen Brüllend Laut und völlig aus. Konsumsüchtiger Mensch, der sich für einen harten Tag im Büro mit einem neuen Handy belohnt, und einem Menschen der Freunde, Haus, Familie verlässt und alleine im Wald zu leben. Irgendwo dazwischen bewegen wir uns ja alle und deshalb fällt auch die Diskussion mit jenen so schwer, die sich näher an diesem oder jenem Extrem befinden so schwer. Ich z.B. muss mich dann oft fragen lassen, warum ich ein Minimalist zu glauben sei, mit MacBook Air und iphone. Das passt doch nicht zu einem Minimlisten. Und zack schlägt wieder der Fehlgedanke der Schublade zu, denn mittlerweile könnte ich meinen gesamten Besitz in zwei Reisetaschen verstauen. Ich finde es schon toll, wenn jeder einmal anfangen würde, selbstkritisch über das Thema Besitz, Konsum, Glück und Zufriedenheit nachzudenken. Euer Artikel war aber trotz dem sehr anschaulich und hilfreich und hilft bei einer groben Orientierung an welchem Punkt zwischen Konsum und Verzicht man sich selbst befindet. Danke dafür.

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    1. Emi Artikelautor

      Da hast Du allerdings recht! Kategorien wären auch viel zu einfach, die vielschichtige Persönlichkeit eines Menschen festzulegen und fertig. Jeder Mensch wandelt sich, je nach Einflüssen, Erfahrungen etc. Das Bild des Schiebereglers trifft’s da schon recht gut.

      Genau die Erfahrung aber, von der Du berichtest, ist der Anlass für diesen Beitrag. Viele Menschen hören das Wort “Minimalismus” und denken an Verzicht, Askese, Leute, die in leeren Wohnungen sitzen… und halt nicht an iPhone und MacBook. Dass es sich bei Minimalismus nicht um Selbstbeschneidung oder um Bindungsängste, sondern eine Art Befreiung handelt, kann man vielleicht erst nachvollziehen, wenn man die ersten Schritte ausprobiert. Entrümpeln, loslassen, kündigen, überdenken… aber trotzdem Dinge wertzuschätzen, die einem das Leben erleichtern. Die können dann gern etwas teurer sein!
      Vielleicht macht es eine Abstufung den Leuten ja einfacher zu verstehen…?

      (Wir haben übrigens auch die gleiche Technik, weil sich so höchst einfach ein Hotspot aufbauen lässt. So bist Du, überall wo es einigermaßen Mobilfunknetz hat, total mobil… :-) )
      BTW: Johannes’ Blog hat uns auch sehr beeindruckt. Aber Du scheinst mit ca. 2 Rucksäcken ja auch schon sehr minimalistisch aufgestellt zu sein. ;-)

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  2. Jonathura

    Liebe Emi, lieber Jack,

    vielen Dank für Eure interessanten Gedanken zum Thema Minimalismus. Danke für die Erwähnung meines “Minimalismus”. Dazu muss ich sgaen, dass als ich damals mein meinen Festen Wohnsitz in Köln am 18. Mai 2011 verlassen habe, war mein Motto nur so viel zu besitzen, als ich aus eigener! Kraft tragen kann. (Sprich nicht mit hilfe von Öl, Atomstrom oder Ä.). Nun muss ich sagen, dass ich seit bald zwei einhalb Jahren die Erfahrung gemacht habe, dass mein besitz nicht Statisch auf diesen “Minimalismus” reduziert ist. Sobald ich für ein Projekt, wie es meine Form der Kreativwanderei will ein Lager aufschlage, nimmt mein Besitz, bzw. die Dinge, die ich als Gebrauchsgegenstände nutze wieder zu. Dann befinde ich mich im “upgrademodus” (-:. Sobald das jeweilige Projekt abgeschlossen ist und die Weitereise kommt, muss ich meinen Besitz wieder reduzieren auf das, was ich aus eigener Kraft tragen kann. Dann befinde ich mich im “Downgrademodus”. Wie ihr also sehen könnt, zeigt meine Erfahrung meiner letzten zwei Kreativwanderjahre, dass der Besitz in der Kreativwanderei sich sehr “dynamisch” gestaltet und das macht mir echt Spass. Diese Dynamik werde ich im Laufe der kommenden Kreativwanderjahre denke ich uach noch zu optimieren suchen!

    Also nochmal danke für Euren Artikel! Klasse Thema, ja sogar sehr wichtiges Thema, welches mehr oder weniger eigentlich jeden Menschen betrifft!

    Euch allen nur das Beste, Euer Jonathan (Jonathura) Ries

    P.S.:
    Passt zwar nicht ganz zum Thema, wollt ich allerdings allen dringend empfehlen, mal zu verfolgen, was in Südafrika mit der Ubuntubewegung passiert:

    http://wirsindeins.org/2013/10/22/eine-welt-ohne-geld-ubuntu-kontributionssystem/

    das ist sehr, sehr spannend, was sich da anbahnt! (-:

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    1. Emi Artikelautor

      Hallo Jonathan,

      zunächst einmal herzlichen Dank, dass Du so viel geschrieben hast und uns “Deinen” Minimalismus ein wenig näher erklärt hast. Wir finden Deine Entscheidung sehr bewundernswert! Sie zeigt für alle Menschen, dass es Alternativen zu dem vermeintlichen “richtigen Weg” gibt, wie er aus gesellschaftlicher Sicht sein sollte. Jeder kann in Deutschland sein Leben in einem gewissen Rahmen selbst gestalten. Auch ohne Geld. Du gehst da recht mutig mit guten Beispiel voran. :-)

      “Up-” und “Downgrade-Modus” ist wirklich sehr zutreffend beschrieben. Mark hat ja auch schon in seinem Kommentar bestätigt, dass es scheinbar eine eigene Dynamik von Besitz gibt. Diese scheint sich an Lebenssituationen und Stimmungen auszurichten. Es gibt Zeiten zu weilen und solche weiter zu ziehen, Zeiten zu sammeln und solche, sich zu befreien.

      Wir wünschen Dir alles Gute auf Deinem weiteren Weg mit der Krativwanderei!
      Beste Grüße Jack & Emi

      PS: Haben uns übrigens Deine Linkempfehlung angeschaut. Ein ziemlich visionäres Projekt. Doch was wäre ein Mensch ohne seine Vision? Im Grunde wollen wir alle das Gleiche: Frei sein!
      Den Weg dahin beschreiten wir unterschiedlich, die einen “sachte” und Schritt für Schritt durch das Downgraden und sich entwickelndes Suffizienzempfinden. Die anderen entschlossen durch Verzicht auf Ausweis, unnötigen Besitz, festen Wohnsitz, Geld, etc.
      Hauptsache man macht den ersten Schritt Richtung Mündigkeit und Freiheit!

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  3. Tanja Heller

    Schön wie du lebst, Jonathan.
    Den dynamischen Besitz kenne ich auch.

    Für mich könnten es mehr Schubladen sein :) .
    Ich finde die Beispiele aus den Medien oft nicht lebbar. Für meinen Zahnarzt bügeln wie Raphael Fellmer? Ich zahl einfach die Rechnung. Und frag erst gar nicht. Oder keinen Kinderwagen besitzen sondern leihen, so was läuft hier einfach nicht.

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  4. Pingback: Monatsfavoriten September | Minimalism Journey

  5. Wolf

    Das mit dem Obdachlosen war doch übertrieben zynisch. Obdachlos ist man in der Regel aus Not heraus. Kein Mensch verzichtet “aus Idealismus” auf persönliche Hygiene etc.

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    1. Emi Artikelautor

      Mag sein, dass es zu zynisch war…

      Ich habe mal einen auf der Rheintreppe in Düsseldorf kennengelernt – ein hochgebildeter Akademiker – der nach einem Schicksalsschlag allen Besitz und selbst den Anspruch auf ein Dach über dem Kopf, sowie alles, was damit zusammenhing, ablehnte.

      Aber Du hast recht, einen solchen Anspruch kann und sollte man nicht pauschalisieren.

      Antworten
  6. Ralf

    Hallo und danke für den interessanten Blog.

    Mich könnte ich nicht in eine der genannten Typisierungen einordnen.

    Mein Projekt begann vor ungefähr 5 Jahren und begann mit einer Art Bestandsaufnahme des eigenen Lebens und einem unbestimmten Gefühl der zunehmenden Unzufriedenheit.
    Die meiste Zeit meines Lebens habe ich mit dem Anhäufen von Konsumgütern verbracht. Wohnungen, Autos, Elektronik und so weiter.
    Hinterfragt habe ich nichts und diesen Lebensentwurf als eine Art natürlichen Zustand betrachtet, da es scheinbar alle anderen Leute genauso machten.
    Das änderte sich nach einer ersten längeren Reise. Zum ersten Mal hatte ich direkte Vergleichsmöglichkeiten.
    Nach meiner Rückkehr hatte ich nur noch das Gefühl im völlig falschen Zug zu sitzen.
    Krasser konnten die Gegensätze (gefühlt) nicht sein.
    Ich begann allmählich zu recherchieren und so ziemlich alles kritisch zu hinterfragen.
    Und ich wollte die eigentlichen, tieferen Ursachen herausfinden.
    Daraus wurde ein langjähriger und mühevoller Weg, der sich bis heute fortsetzt.
    Themen aus den Bereichen Sozialpsychologie und Makroökonomie, Medien und Konsum spielen dabei eine zentrale Rolle..

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    1. Emi Artikelautor

      Huhu Ralf,

      na ja, so richtig lassen wir uns ja eh nicht in irgendwelche Schubladen stecken. Wär auch zu einfach und laaaaangweilig. :-)

      Vielen Dank für Deinen interessanten Kommentar und dass Du mit uns teilst, wie Du “aufgewacht” bist.

      Es ist so krass, wie sehr wir uns alle einlullen lassen von diesem Standard-Lebensmodell, was Wirtschaft/Staat/Gesellschaft für uns vorsehen. Wer fleißig ist, um viel Geld zu verdienen, davon viel zu konsumieren und entsprechend Steuern zahlt ist doch ein vorbildlicher Bürger. So funktioniert die Gesellschaft auch.
      Würden alle ein wenig mehr auf ihre wirklichen individuellen Bedürfnisse achten und sich nicht indirekt dem Geld versklaven, würde unsere Wirtschaft ganz schön ächzen. Aber was interessiert Dich das? Was interessiert es mich? Die Wirtschaft würde schon andere Wege finden, nur einfach nicht mehr so aufgeblähte und Ressourcen verschwendende.
      Mal abgesehen davon, dass ich persönlich glaube, dass es viel mehr zufriedene Menschen in diesem Land geben würde. Was hat man denn selbst davon, immer wieder das Gefühl eingeredet zu bekommen, dass irgendetwas – vorwiegend materielles- zum individuellen Glück fehlt? Wir werden depressiv und suchen noch mehr nach Glück.

      Dir scheint der Blick über den Tellerrand echt geholfen zu haben. Es gibt so arme Menschen auf der Welt und trotzdem scheinen sie zufriedener zu sein. Wir ersticken in unseren Luxusproblemen und können uns vor lauter Streben nach mehr gar nicht mehr zurücklehnen und genießen. Einfach mal sehen, was ist, was wir wirklich haben (nicht nur das Materielle!) und damit einfach zufrieden sein. Ebenso zeigt uns die Welt so viele versteckte Wunder – überwältigende Natur, Tiere, Wärme, Einfachheit. Die sind schon da, dafür brauchen wir uns nicht krumm schuften.

      Ich hoffe, Du bist auf DEINEM, wenn auch manchmal mühevollen Weg zufriedener als früher. Es ist wirklich nicht einfach sich aus den bestehenden, festgefahrenen Strukturen zu befreien. Vor allem das Unverständnis mancher Menschen, macht es manchmal schwer. Aber ehrlich: Wir werden niemanden belehren. Wer möchte darf gerne in seinem goldenen Käfig bleiben. Hauptsache Du bist frei. ;-)

      Das Leben hat noch viele schöne Überraschungen für uns parat, wenn wir den Weg einfach weiter gehen!

      Antworten

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