Wenn ich noch einmal zu leben hätte…

Quelle: Uwe Trevisan, "Warum das Sein so unerträglich sein kann", Tredition Verlag 2013

Quelle: Uwe Trevisan, “Warum das Sein so unerträglich sein kann”, Tredition Verlag 2013

Was würdest Du anders machen, wenn Du dein Leben noch einmal von vorne beginnen könntest?

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Annegret

    Wenn ich mein Leben noch einmal von vorne beginnen könnte, würde ich mutiger sein. Erst durch meine Kinder bin ich mutig geworden, für sie, für mich.

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    1. Emi Artikelautor

      Stimmt! Komisch, dass es leichter fällt, für jemand anderen mutig und stark zu sein als für sich selbst…

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  2. Nanne

    Ich mag die Rechenaufgaben, die bei euch gestellt werden :o )

    Mit den großen Entscheidungen, die ich getroffen habe, bin ich völlig im Reinen und genau dort angekommen, wo ich gerne bin. Gerne hätte ich mit 20 Jahren aber schon gewusst, dass es gar nicht sein muss, so viel Kram anzuhäufen und dass es entgegen aller medialer Aussagen und gesellschaftlicher Normen nicht wichtig ist und nicht glücklich macht. Statt Geld in Zeitschriften, Süßigkeiten und Unmengen an Büchern anzulesen, hätte ich mir vielleicht die ein oder andere Reise im Studium leisten können.
    lg Nanne

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    1. Emi Artikelautor

      Hi Nanne,

      freut uns zu hören, dass Du mit dem, was ist, zufrieden bist. :-)
      Dieses Gefühl erreichen manche ihr ganzes Leben nicht.

      20 Jahre früher oder später… schade ist das wirklich… Jack und ich haben ja auch einige Jahre mit unnützem Streben, Kaufen und Hetzen “verplempert”. Damit muss man wirklich erstmal ins Reine kommen bzw. dankbar sein, es erkannt zu haben und es BESSER machen.

      Wir hoffen, Du reist jetzt mehr!

      Liebe Grüße
      Emi

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    2. Tanja Heller

      Hallo Nanne,

      wenn du dir nie die Bücher geleistet hättest und stattdessen gereist wärst, hättest du vielleicht jetzt die Sehnsucht endlich mal Bücher und überflüssigen Kram zu besitzen. Als Studentin wollte ich auch immer 9 Paar Schuhe und hatte nur 6. Als ich dann 9 Paar hatte, zog ich 3 davon gar nicht an. Oder in der Küche. Endlich mehr als das Nötige und dann 2 Jahre Dinge wie Suppenkelle, Toaster nie benutzt. Also kann es weg. Salatschüssel. Ich mache mir nie Salat. War eh aus Plastik. Muss man nicht erst erleben was zu viel ist? Und diese Konsumerfahrungen machen, um zu wissen, was zu viel ist?

      Liebe Grüße
      Tanja

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  3. besitzloser

    Ich würde nie wieder mit dem Internet anfangen ;-)

    Spass beiseite…

    Alle reden immer nur dass sie sonstwas anders,besser usw machen wollen, würden, hätten, werden…
    Aber kaum einer macht das wirklich, was er in endlosen Spruchsammlungen und Postings im Netz postuliert. Jeder, der überhaupt erstmal zugänglich ist für solche Themen, nickt erstmal vermeintlich einsichtig und verstehend, wenn er solche Artikel wie von Euch hier oben verlinkt liest….aber die meisten sind gefangen in sich selber. Nicht in der Arbeit, nicht im Geldverdienen, nicht im ums Kind kümmern, nicht in den alltäglichen Gedanken und Sorgen (die gar keine sind, nur vorgeschoben) – nein, nur und ausschliesslich gefangen in sich selber. Denen könntest Du ne Million geben und sie von allen materiellen Sorgen für immer befreien – sie würden und könnten nichts ändern in ihrem Leben.

    Ich beschäftige mich ein paar Jahre schon mit dem Thema Minimalismus, “mehr Leben” usw – und immer mehr fällt mir auf, dass selbst bekannte Namen in diesen “Szenen” oft kaum mehr als Oberflächlichkeit und altkluge Sprüche haben, selber überhaupt nicht konsequent sind.

    Die, die das alles wirklich verstanden haben, sind überwiegend schon lange hier weg, irgendwo unterwegs oder extrem selten online.

    Huch, was will eigentlich noch hier ;-)

    Jemand Bock, nen halbes Jahr zu verreisen?

    ;-)

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    1. Emi Artikelautor

      Haha! Du hast vollkommen recht, ab morgen ist hier Funkstille! :-P

      Glaubst Du wirklich, dass es viele Menschen gibt, die nicht total ausflippen würden, wenn sie 1 Millionen hätten? Ich meine, es gibt doch dieses Klischee vom Lottogewinner, der seinen Job kündigt und – hossa – ab um die Welt reist.

      Über das Gefangen-Sein in sich selbst muss ich noch einmal drüber nachdenken…
      Einen Bekannten, auf den Deine Beschreibung zutreffen könnte, haben wir wirklich. Er hat viel Geld, beklagt sich seit gefühlten Ewigkeiten über seinen Job und sein Leben, ist aber wie gelähmt, was Änderungen angeht.

      Dabei machen doch grade die das Leben spannend. “Mehr Fehler machen” wurde auch im zitierten Text erwähnt. Ich hatte früher auch extrem viel Angst davor, etwas falsch zu machen und nicht den “richtigen” Weg zu gehen.

      Nur, hierzu muss man sich selbst auch gut kennen.

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      1. besitzloser

        Gefangen in sich selbst meint: Unreflektiert in dem gefangen, was von Kindheit anerzogen wurde, was man ohne Nachzdenken und oft unbewusst und manhcmal aus vermeintlicher (immer innerer) Bequemlichkeit angenommen hat im “Lauf des Lebens”, dem man sich unterworfen hat, wo man weder nach links noch nach rechts geguckt hat.
        Niemand ist frei davon, auch ich nicht, natürlich ;-)

        Aber anfangen zu denken und was konkret zu ändern, das tun viele eben auch nicht. Sie können und sie wollen da gar nicht hintergucken, beides gilt zu gleichen Teilen. Zu (innerlich) bequem ist der Schutzwall, den sie sich im Lauif der Jahre um sich herum aufgebaut haben. Ausreden und “Gründe” finden alle immer viele. Die “Arbeit”, das “Kind”, das “Haustier” oder sonstwas – Hauptsache nichts ändern und die Mauer immer weiter hoch ziehen und festigen, bloss nicht den angeblich vorgegebenen Weg verlassen.
        Und selbst wenn du diesen Menschen den Ausweg “materielle Sicherheit” geben würdest – sie würden immer neue Gründe finden in Altem zu beharren (innerlich und damit äusserlich), denn die “Arbeit” oder das “Kind” sind gar nicht der wahre Grund für das innere Gefängnis in ihnen selbst.

        Glaub mir, ich habe es erlebt.

        Und: Wo gehts denn hin bei Euch? ;-)

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        1. Marion

          Hallo,
          was würde ich anders machen? Weniger Besitz ansammeln, verpflichtet, nimmt Raum und Zeit in Anspruch. Aber ganz ohne kann ich mir derzeit nicht vorstellen, Erinnerung, Sicherheit. Etwas ändert man immer, wenn es aber bedeutet, die Tür, welche man zuschlägt, geht nie wieder auf, sieht das schon anders aus. 6 Monate Urlaub bedeutet bei mir, danach kann ich mir ne neue Arbeit suchen und was sagt die Familie, wenn ich meinen Verpflichtungen nicht nachkomme? Also bleibt alles beim Alten?
          Marion

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          1. Emi Artikelautor

            Hallo Marion,

            ganz ohne Besitz können Jack und ich uns das Leben auch nicht vorstellen. Es gibt viele Dinge, die das Leben angenehmer machen. Zum Beispiel meine Kuscheldecke oder Kerzen oder ganz besondere Erinnerungen… oder… oder..

            Nun zu Deinen Einwänden:
            Glaubst Du wirklich, dass Türen, die hinter Dir zuschlagen, nie wieder aufgehen? Musst Du diese Türe denn überhaupt zuschlagen, vielleicht kannst Du ja noch einen Spalt offen halten?

            Hört sich jetzt sehr altklug an, denn bestimmt ist es abhängig von Deiner individuellen Lebenssituation. Als Alleinerziehende überlegt man sich einen solchen Schritt eher, als als gut situierte Kinderlose. Du triffst die Entscheidung halt nicht für Dich alleine und hast Verantwortung für ein anderes Leben.
            Dennoch bin ich der Überzeugung, dass je nach Alter Deiner Kinder (Schulpflicht?) Möglichkeiten existieren, auszubrechen und die Türen nicht ganz zu schließen. Meist geht auch eine neue Türe auf, die vorher für Dich überhaupt nicht zu sehen war.

            Vielleicht besteht die Möglichkeit für unbezahlten Urlaub? Dann wird gespart und ab gehts…
            Oder Du handelst ein anderes Zeitmodell mit Deinem Chef aus?

            Alternativ, ja, könntest Du kündigen und müsstest Dir nach einem halben Jahr einen neuen Job suchen.
            Wäre das schlimmer, als die nächsten Jahre/Jahrzente die Sehnsucht zu ertragen, mal ein halbes Jahr weg zu wollen?

            Das kannst nur Du Dir beantworten.

            Wie gesprächsbereit ist Deine Familie? Sind Deine Verpflichtungen ausschließlich von Dir zu erfüllen, könnte es auch jemand anders machen? Möchte der Teil der Familie, von dem Du schreibst, vielleicht auch mal weg?

            Das allerwichtigste jedoch ist: Wirst Du es ok finden, wenn alles beim Alten bleibt?

            Liebe Grüße
            Emi

  4. Tanja Heller

    Hallo Emi,

    bist du schon Spachtelmeisterin auf deiner Terrasse? Vielleicht könntest du ja Leute coachen und ihnen Mut machen, rauszufinden was sie wirklich wollen. Falls du ein Versuchsobjekt suchst, ich stelle mich zur Verfügung. Ich schaue mir auch viele Auswanderreportagen an und merke, ich will das gar nicht. Ich genieße jetzt einfach die kleinen Momente und sehe, was ich habe. Was soll ich denn im Ausland finden, was es nicht auch hier gibt? Es ist schön da, wo ich bin. Und was noch nicht schön ist, mache ich mir jetzt einfach schön. Ich hasse Lampen aufhängen. Aber da muss ich jetzt durch. :(

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Emi Artikelautor

      Hey Tanja,

      schön von Dir zu hören! :-)

      Sei bloß vorsichtig beim Lampen-Aufhängen. Hab das mal gemacht (ganz allein, als Single) und hab die ganze Zeit via Headset meine Schwester in der Leitung gehalten, damit sie den Notarzt rufen kann… ;-)
      Nee, Scherz bei Seite. Du machst das schon richtig: Kurz und schmerzlos. Augen zu und durch! Diese elende Aufschieberitis von Dingen, die man nicht mag. Manchmal glaube ich, dass wir Menschen da ein bisschen masochistisch veranlagt sind.
      Hey, bring es doch Deiner Tochter bei? -Vielleicht hat sie ja Spaß dran…

      Coaching würde mir wirklich Spaß machen, Du wärest jedenfalls ein tolles Versuchskaninchen. Vor allem, weil Du gar kein Coaching brauchst.
      Du musst doch nicht unbedingt wissen, was Du ganz genau, zu 100% und bis in alle Ewigkeit möchtest. Ist doch viel spannender herauszufinden und zu wissen, was Du NICHT möchtest: nicht auswandern, keine Lampen aufhängen, keinen Krempel, niemanden, der sich über Kekskrümmel auf dem Sofa beschwert…
      Auf dem Weg kommst Du dann quasi durch die Hintertüre zu dem, was Du möchtest und was Dir im Moment gut tut.

      By the way: Terrasse strahlt nun in weiß anstatt gelb (*schauder*), Möbel sind geschliffen und lackiert, 2x Riesenbambus als mega-Schnäppchen ergattert.
      Nur fehlt die Sonne und es ist etwas nass für Chillout auf der Terrasse. Hmpf, Petrus, Freund, so war das nicht gedacht!

      Egal, das Draußen-Handwerken, das Sich-mal-wieder-so-richtig-Dreckig-Machen und dabei auch noch eine gesunde Hautfarbe zu bekommen, war schon deluxe genug…

      Liebe Grüße
      Emi

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  5. Dominique

    Hallo Ihr beiden,
    ein sehr interessanten Blog habt Ihr….gerade das Thema “Minimalismus” oder “Downgraden” oder wie auch immer man den Ausstieg aus dem Hamsterrad nennen möchte (!), beschäftigt mich gerade auch sehr.
    Zu Eurer Frage “Was würdest Du anders machen, wenn Du dein Leben noch einmal von vorne beginnen könntest?” habe ich gerade gestern erst einen ziemlich ähnlichen/passenden Blogartikel geschrieben mit dem Titel “12 Dinge, die ich als Kind gerne schon gewusst hätte”.
    Zusätzlich zu diesen Punkten hätte ich wohl versucht, während des Studiums mehr zu reisen – vor allem alleine, denn das steigert das Selbstbewusstsein ungemein. Ich hatte damals aber genau davon zu wenig, so dass ich erst gar nicht losgereist bin!
    Aber das Reisen werde ich jetzt Anfang des Jahres wahrscheinlich nachholen – nachdem ich gerade erfolgreich meinen Konzernjob gekündigt habe! ;-)
    Auf jeden Fall werde ich jetzt öfters mal auf Eurem Blog vorbeischauen!
    Viele Grüße,
    Dominique

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    1. Emi Artikelautor

      Huhuh Dominique,

      es freut uns, dass Dir unser Blog gefällt und es freut uns fast noch mehr, dass Du es geschafft hast dem Hamsterrad zu entkommen!
      Dazu braucht man eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein…

      Ich habe eben in Deinem Blog gestöbert und den empfohlenen Artikel gelesen.
      Grün. Gesund. Glücklich. = Gefällt

      Du scheinst jetzt Deinen Weg zu gehen und das merkt man beim Lesen durch und durch. Ich bin GREEN-spiriert. ;-)

      Hab viel Spaß auf Deiner weiteren (Lebens-)”Reise”!

      Herzliche Grüße,
      Emi

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  6. Ralf

    Hallo Emi,

    falls ihr noch ein weiteres Reiseziel sucht, wie wäre es mit Palawan ?
    Ist nicht so weit von Laos oder Vietnam entfernt.
    Ich plane etwa 2 Jahre für den nächsten Trip auf die Philippinen..ende offen..

    Toller Blog

    Viele Grüße

    Ralf

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  7. Emi Artikelautor

    Hey Ralf,

    hört sich gut an! Ist im Hinterkopf gespeichert. Ich möchte mich gern mal einige Monate in genau der Gegend treiben lassen. Flow erleben und schaun, was so kommt. 2 Jahre hören sich bei Dir ja auch genau danach an… ;-)

    Das wird bestimmt klasse!

    Liebe Grüße
    Emi

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