Ziele downgraden: Warum Du Dir Ziele setzen solltest oder lieber doch nicht

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Ziele sind gut.

Ziele helfen dir weiter zu kommen – meistens.

Ziele bringen dir Erfolgserlebnisse – immer öfter.

Ziele optimieren deine Persönlichkeit – geht das überhaupt noch?

Manche Ziele sind – meistens, immer öfter – für den Popo.

Was sind Ziele?

Schon oft haben wir gehört, dass “man sich Ziele setzen sollte”.

Auf diese Weise kann man sich und seine Persönlichkeit weiterentwickeln. Stillstand ist nicht erstrebenswert. Stagnation ist eine Schwäche.

Immer wieder halten wir uns vor allem am Ende eines Zeitraumes (Monat/Jahr) vor Augen, welche Ziele wir erreicht haben. Erreichte Ziele machen uns stolz und geben uns ein gutes (Selbstwert-)Gefühl. Neue Ziele müssen her, damit wir weiter “wachsen” können. Das kann dir gut tun oder dich krank machen, denn…

…nicht erreichte Ziele lassen uns oftmals zweifeln:

  • Warum habe ich es nicht geschafft, das Ziel zu erreichen?
  • Habe ich nicht genug geleistet, nicht genug Einsatz gezeigt?
  • Bin ich nicht gut genug?
  • Werden die anderen jetzt schlecht über mich denken?
  • Bin ich ein Versager? 

Solltest du dir nun Ziele setzten oder nicht?

Generell ist etwas, das man sollte mit Vorsicht zu genießen, denn:

  • Wer sagt das?
  • Warum sollte man das?
  • Welche Ziele sollte man sich denn setzen?
  • Nutzt es dir persönlich dieses Ziel zu erreichen?
  • Möchtest du persönlich dieses Ziel überhaupt erreichen?
  • Welchen Effekt hätte es auf dich persönlich, wenn du dieses Ziel nicht erreichst?
  • Definierst du dich über erreichte Ziele? (Erfolge)

Du hast bestimmt Träume bzw. Wünsche, die du dir gerne erfüllen würdest – vielleicht einmal im Leben einen Marathon zu laufen, eine lange Reise zu machen, in einem kleinen Häuschen zu wohnen oder zehn Minuten die Luft anhalten zu können.

Solche Träume geben dir auf deinem Lebensweg eine Richtung. Kommt ein Traum aus dir selbst heraus ohne, dass du dich von außen beeinflussen lässt, führt er immer wieder zu dir selbst zurück. Ist es jedoch ein Traum im Sinne von “man sollte” in seinem Leben ein Haus kaufen, wird er dich von dir weg führen.
Der Traum wird zum objektiven Ziel.

Antwort der Frage mit einer Gegenfrage:

Legst du dir selbst Pflichten auf oder machst du dich auf den Weg, deine Träume zu erreichen?

Persönliche Erfahrungen mit Zielen

Beim Joggen stellt sich mir immer wieder die Frage, wenn ich mal wieder mit meiner Leistung (Strecke, Zeit, Fitness) nicht zufrieden war:
Träume ich wirklich davon einmal einen Marathon zu laufen? Ist es nicht eher der Traum vom unbeschwerten einstündigen Dauerlauf der mich antreibt? Der Lauf, der Freude und Entspannung bringt, bei welchem ich völlig in der Natur bin und alles um mich herum aufsauge wie ein Schwamm? Sollte mein Hobby nicht einfach Spaß machen?

Bei mir wird ein Ziel schnell zur selbstauferlegten Pflicht: Auch kleine Ziele werden mit Akribie und Disziplin verfolgt.

Pflichten sind aber nicht mein persönliches Ziel.
Mein Ziel ist es, endlich einmal pflichtenlos und ziellos (nicht planlos! ;-) ) zu sein.

Der Weg ist das Ziel.

Fazit:

  1. Ziele und deren (nicht) Erreichen, sind ein Erfolgsindikator. Diesen kannst du für dich positiv oder negativ nutzen.
  2. Ziele können dir helfen schrittweise deine Träume zu erreichen, sie können jedoch auch zur quälenden Pflicht werden. Letztere kannst du meist einfach downgraden.
  3. Wie verbissen du an Ziele/Träume herangehst, kannst du immer selbst entscheiden. So lassen sich auch lästige Pflichten als selbstauferlegte Quälerei entlarven. Deine Freizeit wird entspannter und mehr mit Dingen gefüllt, die dich ausmachen.
  4. Selbst im Job bist du Entscheider: Wie ist Dein Plan? Ist es Dein Ziel, Deinen Plan zu verfolgen oder weichst Du davon ab?

Hast du persönliche Erfahrungen mit dem Setzen von Zielen?
Wie gehst du damit um? Helfen sie dir?

Bin ich alleine mit meinem Wunsch nach Ziellosigkeit?

Dieser Artikel entstand im Rahmen der Blogparade "Ziele setzen- Ja oder nein?" des Blogs 1001 Erfolgs-Geheimisse. Ich habe die Einschätzungen der weiteren Teilnehmer noch nicht gelesen, bevor dieser Artikel verfasst wurde. Sobald die Zusammenfassung der Blogparade erscheint, wird das Ergebnis hier mitgeteilt. :-) 

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Tanja Heller

    Ich arbeite gerne auf ein Ziel hin. Sonst komme ich nirgends an. Nicht verbissen. Soll sich gut anfühlen, wie du immer schreibst, Emi.

    Wenn ich was nicht schaffe, ist das genauso wertvoll. Das Potenzial des Scheiterns wird unterschätzt.

    Eine Bloggerin kehrte in Spanien auf dem Jakobsweg um. Hat ihr nix gebracht. Köstlich! Könnte ich sein. Hat mir sehr gut gefallen :)

    Antworten
    1. Emi Artikelautor

      Stimmt Tanja, am Scheitern kann man wachsen.

      Nicht, dass ich jetzt faul werde, hab aber bisher genug Ziele erreicht, die gar nicht meine waren. Wie bei der Bloggerin aus deinem Beispiel: Viele gehen den Jakobsweg. Wie viele ziehen es durch, ohne, dass es ihnen etwas bringt/für sie wirklich wichtig ist?

      Das Beispiel ist übrigens klasse! Entgegen der “allgemeinen Meinung” ist so etwas in meinen Augen auch eine Stärke. So möchte ich das auch handhaben… bringt mir nichts, fühlt sich doof an, also lass ich’s. ;-)

      Antworten
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